H. N. Werkman. Eine Biografie in Jahreszahlen

1882-1900
Jugendjahre

1900-1907
Werkman als Journalist

1908-1922
Die Druckerei

1923-1940
Künstlerschaft

1940-1945
'De Blauwe Schuit'

 


 
 
1908
Werkman gründet in der Peperstraat 5 in Groningen eine Druckerei.
 
1909
Am 10. April heiraten Werkman und Jans Cremer.
 
1910
Druck von Museum van Plastische Verzen (Museum der plastischen Verse), Gedichtbündel seines Bruders Martinus.
 
1911
Am 19. Februar kommt seine Tochter Grieta Sophia zur Welt.
 
1912
Die Druckerei zieht in ein großes neues Gebäude in der Pelsterstraat 31-33 um. Schließlich beschäftigt Werkman ungefähr 20 Personen. Einer der Angestellten ist Wieberen Bos (1897-1972), der bis 1945 bei Werkman arbeitet und nach dessen Tod die Firma übernimmt.
Am 20. Juni wird sein Sohn Hendrik Nicolaas geboren.
 
Die Inneneinrichtung der Druckerei in der Peperstraat. Einige seiner Plakate stammen höchstwahrscheinlich aus dem Jahre 1910.
 


Reklamedrucksache: ein Kalenderblatt.

 
1915
Am 28. Oktober wird seine Tochter Sophia Gerharda (Fie) geboren.

1915-1918
Für internierte Engländer druckt Werkman The Camp Magazine.
 
1917
Am 2. April stirbt Jans Werkman-Cremer plötzlich an einer Gehirnblutung.
Im selben Jahr lernt Werkman die Lehrerin Pieternella Johanna Margaretha (Nell) Supheert (1888-1979) kennen, die Tochter eines Pfarrers.
Werkmans frühestes Gemälde, eine Landschaft mit dem Titel Morgen in de herfst (Morgen im Herbst; Privatsammlung) stammt aus diesem Jahr.
 
1918
Am 8. Mai heiraten Werkman und Nell Supheert.
 
1919
Wie auch sein älterer Bruder Piet schließt Werkman sich der im 1918 gegründeten Groninger Künstlergruppe De Ploeg an. Von da an nimmt er regelmäßig an Ploeg-Ausstellungen teil und kümmert sich auch um die Drucksachen der Gruppe.

 

 
 



Werkman in der Druckerei in der Pelsterstraat um 1920-1921.

 

 

1920
Fie erinnert sich an ihre Jugend: ‘In jenen Jahren fuhr mein Vater oft für seine Firma nach Amsterdam.’
Für die in diesem Jahr stattfindende Ploeg-Ausstellung bei Pictura reicht er u.a. das Gemälde Kerkgang (Kirchengang; Groninger Museum) ein. Er gestaltet ein Plakat für eine Lesung des Kunsthistorikers Just Havelaar (1880-1930) über die Bedeutung der modernen Kunst, die dieser auf Einladung von De Ploeg hält.
Werkman verlegt die Wochenblätter Noordelijk Sportblad (Sportblatt des Nordens) und De Landbouwpost (Die Landwirtschaftspost), ein kommerzieller Erfolg sind sie jedoch beide nicht.
 
1921
Im März stellt Werkman auf der Ploeg-Ausstellung bei Pictura u.a. die Gemälde Het Station (Der Bahnhof; H. N. Werkman Stiftung, Leihgabe Stedelijk Museum, Amsterdam) und Sneeuwschepper (Schneeschipper; Privatsammlung) aus.
Ende März kehrt Jan Wiegers aus Davos zurück, der dort, dank der finanziellen Unterstützung seiner Ploeg-Kollegen, inklusive Werkman, ein Jahr auf Kur gewesen war. Er steckt Werkman mit seiner Begeisterung für Ernst Ludwig Kirchner an.
Am 7. April wird Werkmans zweiter Sohn geboren: Casper Klaas Johannes Vincent.
Werkman bringt das Blad voor Kunst (Zeitschrift für Kunst) heraus, von dem zwischen Oktober 1921 und März 1922 sechs Ausgaben erscheinen. Verschiedene andere Ploeg-Mitglieder arbeiten hieran mit.
 
1922
Werkman entwirft den Umschlag für die letzte Ausgabe von Blad voor Kunst (März). Zu der abstrakten Komposition mit Gelb, Rot und Blau lässt er sich durch den Besuch einer Ausstellung mit Werken von Vilmos Huszár, Theo van Doesburg und Bart van der Leck im Februar-März 1922 bei Pictura inspirieren. In diesem Jahr schafft Werkman sich die Handpresse an mit der später seine Druksels (Drucke) entstehen.
Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten in der sich die Druckerei befindet muss das Gebäude in der Pelsterstraat verkauft werden. Werkman zieht über dem Speicherhaus an der Lage der A 13 ein.


 
 

1882-1900
Jugendjahre

1900-1907
Werkman als Journalist

1908-1922
Die Druckerei

1923-1940
Künstlerschaft

1940-1945
'De Blauwe Schuit'